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Auswilderung eines Fischreihers


Alois' Lebensgeister sind zurück

Artikel von Gudrun Klinkhammer aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 20.02.2012.

Graureiher war völlig unterkühlt und geschwächt aufgefunden worden - Infrarotlicht half

Nöthen/Kall - Regungslos lag der Graureiher, der inzwischen den Namen "Alois" trägt, am Straßenrand. Mitglieder der Feuerwehr nahmen sich des großen Vogels an, der in Nöthen in Nöte geraten war, und brachten ihn nach Kall in die Tierarztpraxis von Elfi Kannengießer. Die Tierärztin legte den Reiher in einen Käfig und wärmte ihn mit einer Infrarotlampe. Und siehe da, nach kurzer Zeit begann er sich zu bewegen.

Alois
Tierärztin Elfi Kannengießer freut sich über die Fortschritte ihres Patienten (Bild: Ksta)

Kannengießer sagte: "Alois ist nicht krank gewesen, sondern einfach nur total geschwächt." Dieses Schicksal habe in den vergangenen Wochen, in denen es bitterkalt war, viele Tiere in der freien Wildbahn ereilt. Momentan wird der Reiher aufgepäppelt, der Aufenthalt in der Krankenstation der Tierarztpraxis bekommt ihm offenbar ausgezeichnet. Inzwischen sitzt Alois wieder kerzengerade und freut sich über Nahrung.

Rückt man ihm zu nah auf die Pelle, wehrt er sich. So schlug er der Reporterin des "Kölner Stadtanzeiger" bei einer Portraitaufnahme mit seinem markanten Schnabel heftig auf die Finger. Die Kamera flog in hohem Bogen auf die Bodenfliesen.

In Kürze wird das momentan 900 Gramm schwere Tier seine Unterkunft wechseln. Elfi Kannengießer gibt den Graureiher an eine Vogelstation in der Nähe von Mayen weiter. Dort wird er auf die freie Wildbahn vorbereitet und dann eventuell wieder in Nöthen ausgesetzt. ...

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